tr 200110 High Noon

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 12. Januar 2020 um 19 Uhr 01 Minutenzum Post-Scriptum

 

0.

Heute, zu dem Zeit-Punkt, an dem dieser Text entsteht, ist "High-Noon".

Bis zu diesem Mittags-Zeit-Punkt, an dem Normalbürger in Normalzeit-Beschäftigungs-Verhältnissen schon dabei sind, die Mittagspause in den Blicke zu nehmen - oder, es ist ja Freitag, diese ganz zu überschlagen, denn "Freitag nach eines macht jeder Seins" - bis zu diesem Zeit-Punkt hat an diesem Tag nicht die eigene Arbeit im Mittelpunkt gestanden, sondern das Nachdenken darüber.

Mit Träumen, Schlafen, einem guten Frühstück, viel Hygiene - und "self-care" - ein Begriff, der im Zusammenhang mit dem letzten Punkt "10." in dieser Geschichte nochmals in dem dort eingeblendeten Hörtipp eine Rolle spielen wird.

1.

Das mit dem "self-care" soll an dieser Stelle noch etwas genauer erläutert werden.

Es geht darum, negativ erlebte Umstände in ihrer Folgewirkung zu beobachte. Und, wenn es sich möglich machen lässt, sie in etwas Positives zu verwandeln.

Hier ein solcher Glücksfall:

Vor einigen Wochen ein Mobiltelefon verloren, da es nicht sorgsam genug wieder in die Tasche gesteckt worden war.

Der Ort, an dem das geschah, war bekannt. Und wurde am nächsten Tag nochmals angefahren. Und ein ganzer, von der Strassenreinigung aufgehäufter Laubberg wurde nochmals umgepflügt, ohne dass das verloren geglaubte Stück Kommunikationstechnik nochmals hätte gesichtet werden können.

2.

Glück im Unglück: Gerade zu diesem Zeitpunkt wurde das Nachfolgemodell zu dem Verlustig gegangenen online zu einem besonders günstigen Preis angeboten - da es auch auf dieses Modell schon wieder ein Nachfolgemodell auf dem Medien-Markt gab.

Dieses zu besorgen war mit vielen unvorhergesehenen Schwierigkeiten verbunden, die in einigen Ausschnitten auch hier an anderer Stelle dokumentiert worden sind.

Als das neue Gerät dann da war, erfüllte es ganz und gar die darin gesetzten Erwartungen. Und so war die Trauer über den Verlust des Verlorenen nicht mehr ganz so arg.

3.

Am 6. Dezember 2019 wird das ganze Büro umgeräumt, um am Abend mehr Platz für die Gäste zu haben, die auch an diesem Nikolaus-Tag wieder zu einer Weinprobe eingeladen wurden.

Dabei wird auch ein schwerer Kleiderständer zu zweit an einen anderen Standort verfrachtet, um am Eingang mehr Platz zu bekommen. Und da bleibt bei dieser Aktion etwas auf dem Boden liegen. Wird aber zunächst nicht weiter wahr-genommen. Und dann, als die Lichterkette durch den Flur ausgerollt wird, fällt dieses Teil wieder ins Auge: Es ist das verloren geglaubte Telefon.

4.

Verwunderung, Erleichterung, Freude? Erst einige Tage später wird klar, was geschehen war. Das Handy war in der Tat nur achtlos in die Tasche gesteckt worden, war dort aber bis zum Ende der Rückfahrt ins Büro noch stecken geblieben und dann erst beim Aufhängen der Motorrad-Jacke am Garderobenständer endgültig aus der Tasche gerutscht. Und nun auf den mit einem roten Teppich ausgelegten Flurboden gefallen - und nicht zuvor in den Laubhaufen, wie bis dahin vermutet.

5.

Damit ist aber dieses Geschichte noch nicht zu Ende. Denn nach und nach stellte sich die Frage, ob und wozu man ein zweites Mobilgerät überhaupt brauchen würde. Das neue war inzwischen in Betrieb genommen und erfüllte seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit.

6.

Dann aber stellt sich heraus, dass das Vorgängergerät einen noch besseren Klang hatte als das Nachfolgegerät. Es stellte sich also die Frage, ob man dieses also doch auch noch wieder in Betrieb nehmen solle und eine weitere, eine dritte SIM-Karte bei der Telekom beantragen [1]. Die Entscheidung wird gegen eine solche dritte SIM-Karte gefällt, aber das Geräte wird in das - nun seit kurzer Zeit auf VDSL-Niveau angehobene - inhouse-LAN-Netz [2] eingebunden. Und so für neue Nutzungs-Szenarien erprobt.

7.

Das Zauberwort heisst - die erfahrene Leserin, der geschulte Leser wird es schon längst geahnt haben - streaming. Und die in dieser Publikation ja immer wieder durchschlagende Radio-Begeisterung kann ja nun in ganz neuen Dimensionen ausgelebt werden. Also werden nicht nur all jene Audiothek- und Podcast-Apps, die vom Deutschlandradio angeboten werden [3] wie schon bisher weiter genutzt, sondern es wird erstmals auch die ARD-Audiothek-App heruntergeladen [4] - und intensiv genutzt.

8.

Das Ergebnis dieses Fundes einer schon verloren geglaubten Smart-Phones: eine neue Nutzungsvariante. Nicht länger nur Telefon, oder Foto-APParat, sondern Internet-Radio.
Das ist deshalb interessant, da auch das aktuell in Nutzung befindliche Gerät mit danach ausgesucht wurde, dass es zumindest diese beiden, nennen wir sie mal: "Vintage-Dienste" mit anbietet: ein richtig noch mechanisch einsetzbares Keyboard - und einen richtigen UKW/FM-Radio-Empfänger.
Und jetzt, jetzt hat sich eines der Smartphones in eine solches Internet-Radio verwandeln und als solches einem neuen Nutzungsprofil zuführen - und Dank der hohen Klangqualität für ein so kleines Teil von gerade Mal 15 cm Durchmessern - und hervorragend nutzen lassen.

9.

Umso grösser dann die Überraschungen auf der Software-Seite. Es stellt sich nämlich heraus, dass nicht alle in der ARD zum Einsatz gebrachten Programme auch auf dieser abgerufen werden können. So geschehen am letzten Wochenende. Dort gab es im Rahmen der Medienmagazin-Reihe auf B5 aktuell des Bayerischen Rundfunks eine Spezialsendung zum Thema: KI und Medien. Hier der Link dazu: Künstliche Intelligenz in den Medien. Auf jeden Fall ein "Hörtipp" (so nennt man das wohl jetzt).
Aber versuchen Sie nicht, diese Sendung in der ARD Audiothek zu finden. Sie gibt es dort nicht. Und nicht nur diese, die ganze Medienmagazin-Sendefolge des BR ist dort nicht vertreten. Sondern nur das gleichnamige Programm aus der Berlin-Brandenburger Sende-Anstalt. Was bitteschön, soll das denn???

10.

Aber auch diese Geschichte über die negativen Erlebnisse und ihre dennoch positiven Folgen findet einen guten Schluss. Beim "Zappen" durch die ARD-Audiothek fiel der Blick auf diese Sendung auf der Webseite des WDR: "Wie geht’s? Mit Sahra Wagenknecht & KeKe [5]

Wie geht’s? Mit Sahra Wagenknecht & KeKe | COSMO Machiavelli - Rap und Politik (09.10.2019)

Warum diese Sendung auch viel mit dem eigenen TabulaRasa-Thema zu tun hat und auch hier die einst negativen Erfahrungen zu einem guten Ende geführt haben, sei aus einem anderen Anlass an anderer Stelle nochmals im Detail aufgeschlüsselt.

Hier - und unabhängig davon - ist zunächst einmal das Nachhören dieses Beitrages eine absolute Hörempfehlung: Vorschlags verdächtig für einen der nächsten Grimme-Preise!!!